Textversion

Sie sind hier:

Auswirkungen

Entstigmatisierung

Vorsorge

Kreative und berühmte Bipolare

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Datenschutz

Bipolare sind in ihrem Alltag durch ihre Krankheit starken Beeinträchtigungen und Leiden ausgesetzt. Aber auch Angehörige haben stark zu leiden:

Wenn psychisch Kranke eine akute Bedrohung oder Gefährdung für sich und/oder andere darstellen, können sie auch gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden (z. B. durch den sozialpsychologischen Dienst). Im Falle einer Manie sind jedoch nur geschulte Fachleute in der Lage einzuschätzen, ob eine Zwangseinweisung notwendig ist. So wurden schon Fälle bekannt, in denen Patienten, die sich nachweislich in äußerst kritischen Phasen befanden, sich von Richtern aus Kliniken haben entlassen lassen, und dadurch einer unverantwortbaren Selbst- und Fremdgefährdung ausgesetzt waren. Da die Manie für sie persönlich eine Hochphase der Gefühle bedeutet, weigern sie sich häufig, freiwillig Medikamente einzunehmen, die diese Hochphase bekämpfen würden. So müssen Angehörige die Krankheitsphase „aussitzen“, was mehrere Wochen dauern und bleibende soziale Schäden verursachen kann.

Kinder und Jugendliche leiden beispielsweise darunter, dass Mütter oder Väter in ihren Krankheitsphasen ganz oder teilweise bei der Erziehung und im Haushalt ausfallen. Als sehr wichtig hat sich erwiesen, dass Angehörige, die häufig so sehr unterstützend tätig sein müssen, nicht vergessen immer wieder auch einmal an sich zu denken.